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New Work Lab

Stauumfahrung mittels Virtual Reality? NRW macht den Test

Lange Pendelwege zur Arbeit, überfüllte Straßen und Bahnen und Ruhe bewahren in nicht enden wollenden Staus und Zugverspätungen. Das ist Alltag in Nordrhein-Westfalen. Mit 454.907 Staukilometern pro Jahr ist das bevölkerungsreichste Bundesland in der ADAC Staubilanz der unangefochtene Spitzenreiter. Längst wird darüber nachgedacht, dieses Problem durch moderne Mobilitätskonzepte zu lösen. Doch die Anzahl der Pendler reduziert sich dadurch nicht. Einen ganz anderen Ansatz verfolgen daher die Macher des Projekts CoWin. Sie gehen der Frage nach, inwieweit Co-Working-Konzepte in Kombination mit Virtual Reality dazu beitragen können, Arbeitswege zu vermeiden. WeAre ist als Technologiepartner mit an Bord.

New Work Lab eröffnet

Den Startschuss für das Projekt gab Prof. Dr. Andreas Pinkwart – der Minister für Wirtschaft und Digitales – am 22. November 2018 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Ein hervorragender Standort für das Projekt, denn gerade das Ruhrgebiet sieht sich mit einem hohen Verkehrsaufkommen durch Pendelfahrten konfrontiert. Im sogenannten New Work Lab werden neue Raumkonzepte und technologische Ansätze für die Arbeitswelt der Zukunft erprobt. Der Wirtschaftsminister ist überzeugt: „Eine auf virtuelle Realität gestützte Arbeitsumgebung bietet Chancen für zahlreiche Berufsgruppen und Branchen, nicht nur für Kreative und Start-ups.” Außerdem könne ein Co-Working-Büro in Wohnortnähe für Pendler eine gute Alternative sein, meint der Minister. Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, sieht in dem Konzept eine Entlastung der Straßen, aber vor allem auch für gesündere und zufriedenere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der zweite Standort befindet sich im Designhaus Marl. Axel Großer, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Marl, findet: “Da Digitalisierung ein Treiber für den Strukturwandel ist, trägt dieses Modellprojekt dazu bei, dass Beschäftigung gesichert und gestärkt wird.”

Remote Work immer relevanter

Im Forschungsprojekt CoWin geht es darum, Berufspendler in nahegelegene Co-Working Spaces zu ziehen und zu zeigen, dass diese Art des Arbeitens nicht nur etwas für Freiberufler und Start-Ups ist, sondern auch viele Vorteile für Angestellte bietet. Denn Mobilität in der Arbeitswelt ist eine Herausforderung. CoWin bietet Experimentierräume für dezentrales Arbeiten und fördert die Entwicklung von Digital-Kompetenzen. Unternehmen haben die Chance, verschiedene Fragestellungen im Bezug auf neue Technologien und Arbeitsweisen zu behandeln:

  • Wie sehen die Arbeitsräume von morgen aus?
  • Wie sollte ein guter Remote Arbeitsplatz gestaltet sein?
  • Können PendlerInnen von der Arbeit in Co-Working-Spaces profitieren?
  • Lässt sich die Arbeitszufriedenheit und Effektivität steigern?
  • Ist Co-Working eine gute Alternative zum Arbeiten im Betrieb?
  • Kann eine gute Kommunikation und der soziale Austausch bestehen bleiben?

Wer dahinter steckt

Initiiert und umgesetzt wird das Projekt CoWin durch die Zusammenarbeit von FIAP e.V., dem Wissenschaftspark Gelsenkirchen und dem Designhaus Marl, sowie durch die Förderung des Wirtschaftsministeriums NRW. Die beiden Co-Working-Spaces in Gelsenkirchen und Marl sind mit dem VR-Konferenzsystem von WeAre ausgestattet, um die grenzenlose Zusammenarbeit in Virtual Reality zu ermöglichen.

Quellen

https://www.adac.de/der-adac/verein/aktuelles/staubilanz-2017/

https://www.wipage.de/detail/news/nrw-wirtschaftsminister-pinkwart-gibt-startschuss-fuer-co-working-projekt/

WeAre schreibt zu Zusammenarbeit in VR
written by
Bernhard Schaefermeyer & David Frühauf
Bernhard war verantwortlich für die Recherche, die redaktionelle Arbeit und den Rohentwurf. David überführte den Text in die endgültige Fassung.

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