Remote Meetings Teil 5 Schulungen

Remote Meetings (Teil 5) Informations-Meetings & Schulungen

Lebenslanges Lernen ist in unserem Arbeitsalltag angekommen. Wer mit den exponentiellen Entwicklungen der globalisierten Welt mithalten will, kommt um Weiterbildungen nicht herum. Meist sind Informations-Meetings und Schulungen für die Mitarbeitenden mit Reisen und unproduktiven Wartezeiten verbunden. Dank technischer Innovation können jedoch immer mehr Schulungen remote durchgeführt werden. In diesem Beitrag geben wir Tipps für die Umsetzung.

Interaktion statt Ego

Wir alle erinnern uns an unsere Schulzeit und die langweiligen Frontalvorträge, die uns schonmal die Freude am Lernen vermiesen konnten. Auch in der Erwachsenenbildung ist der Frontalunterricht noch sehr verbreitet. Die Aufmerksamkeit ist auf eine einzelne Person gerichtet, doch nicht jeder Vortragende ist ein begnadeter Redner. Das wird auch nicht besser, wenn der Vortrag über eine Videokonferenz übertragen wird. Glücklicherweise gibt es inzwischen Visualisierungs-Tools, welche Referenten bei der Informationsvermittlung unterstützen. Richtig interessant wird es für die TeilnehmerInnen aber erst, wenn Interaktion ins Spiel kommt. Hierfür ist eine Virtual-Reality-Konferenz hervorragend geeignet.

Wenn Sie selbst eine Schulung leiten, ist es hilfreich sich im Vorfeld einige Fragen zu stellen:

  • Was genau sollen die Teilnehmenden aus der Sitzung mitnehmen?
  • Welche Informationen und Kenntnisse sollen vermittelt werden?
  • Wie bleibt das Informations-Meeting spannend und lehrreich?

Vorbereitung der Schulung

Stellen Sie sicher, dass alle Teilnehmenden mit der zu verwendenden Software vertraut sind und sich zurechtfinden. Laden Sie alle Daten, die sie benötigen, per Drag & Drop in die Dateiablage der VR-Software. Falls nötig, bereiten Sie den VR-Meetingraum vor, beispielsweise indem Sie einige Whiteboards vorab beschriften. Weitere Infos zur Vorbereitung einer VR-Konferenz finden Sie hier.

Versenden Sie vor dem Meeting eine Agenda an alle Teilnehmenden und bitten Sie darum, jeweils ein eigenes Foto in den Dateimanager zu laden. Dies wird für den Check-In benötigt.

Check-In

Die TeilnehmerInnen einer Schulung kennen sich oft nur flüchtig, teilweise gar nicht. Eine Vorstellungsrunde hilft, Vertrauen aufzubauen und alle zu Beginn des Workshops abzuholen. Die Teilnehmenden werden in Form von Avataren in der VR dargestellt. Um sich ein noch besseres Bild voneinander zu machen, stellen sich die einzelnen Personen mit einem oder zwei Fotos von der eigenen Person vor. Das kann einmal ein Portrait sein und zum anderen ein Bild, welches den Teilnehmer bei einer Aktivität zeigt, die ihn besonders gut beschreibt.

Nach der Vorstellungsrunde kann die Workshopleitung die Anwesenden nach den Erwartungen an den Workshop fragen. Das hilft, die Inhalte besser an den aktuellen Kenntnisstand der TeilnehmerInnen anzupassen. Zum Schluss, also vor der Durchführung der Schulung, stellt sich auch die Workshopleitung noch mit einem oder zwei Bildern vor.

Durchführung der Schulung in der VR

Es gibt viele Möglichkeiten ein Thema zu eröffnen, beispielsweise indem Sie den Teilnehmern eine kleine Geschichte erzählen. Oder: die Teilnehmer werden von Anfang an aktiv mit eingebunden. Wenn Sie ein Informations-Meeting zum Thema VR abhalten, könnte Ihre Einstiegsfrage lauten: “Was wissen Sie bereits über das Thema Virtual Reality?”. Zeichnen Sie eine kleine Mindmap, mit all den Begriffen, die den Teilnehmern dazu einfallen. So kann das Gehirn sich “warmdenken” und die folgenden Informationen können besser verarbeitet werden.

Inhalte aufbereiten nach dem KISS-Prinzip

Die Abkürzung KISS bedeutet: “Keep it simple and stupid” oder schöner “Keep it simple and smart”. Alles ist in einfachen Worten ausdrückbar. Nehmen Sie sich in der Vorbereitung des Theorieteils also ruhig etwas Zeit, um Ihre Inhalte verständlich aufzubereiten. Gliedern Sie Ihre Präsentation in klar nachvollziehbare Sinnabschnitte. Verzichten Sie auf Fachbegriffe und Fremdwörter, welche die Teilnehmer nicht verstehen. Und vor allem: Nutzen Sie die interaktiven Möglichkeiten, die Virtual Reality Ihnen bietet.

Hierzu ein Paar Tipps:

  1. Halten Sie Ihren Input spannend: Beim Folien Vorlesen verlieren Sie Ihre Teilnehmer schneller, als Ihnen lieb ist. Nutzen Sie die interaktiven Whiteboards, Haftnotizen und 3D-Zeichnungen, um Ihre Inhalte visuell zu vermitteln.
  2. Arbeiten Sie multimedial: In der VR lässt sich wunderbar multimedial arbeiten. Binden Sie verschiedene Medienformate wie: PDFs, Bilder und 3D-CAD-Objekte in Ihren Workshop mit ein. Zeichnen sie im freien Raum und lassen Sie Ihre TeilnehmerInnen aktiv Teil haben.
  3. Stellen Sie Fragen: Mit kleinen Wissensfragen, die Sie immer mal wieder einstreuen, aktivieren Sie die Teilnehmer: “Welche Virtual Reality Brillen kennen Sie denn?”. Warten Sie einige Sekunden, um den TeilnehmernInnen die Möglichkeit zu geben, zu antworten. Handzeichen erfolgen mittels Controller.
  4. Quiz-Elemente und Spiele: Kennen Sie noch die Kindersendung 1, 2 oder 3? Der Moderator stellt eine Frage und die TeilnehmerInnen stellen sich auf jeweils ein Feld mit der Antwortmöglichkeit 1, 2 oder 3. Nach einigen Sekunden wird aufgelöst. In der VR können Sie diese Felder ganz einfach mit der 3D-Zeichenfunktion in den Raum malen.

Übrigens: Sitzkreise fördern die Kommunikation, auch in der VR. Wobei die Teilnehmer hier stehen. Für Vorträge ist ein Halbkreis um den Redner sinnvoll, damit alle das Whiteboard gut sehen können. Für Diskussionen ist ein vollständiger Stehkreis sinnvoll.

Check-Out  

Finden Sie einen schönen Abschluss für Ihren Workshop. Vielleicht stellen Sie den einzelnen Teilnehmenden ein, zwei abschließende Fragen:

  • Was haben Sie heute mitgenommen?
  • Was lässt sich verbessern?

Sie sehen, VR bietet eine Fülle von Möglichkeiten, um Schulungen interaktiv zu gestalten. Natürlich ist jede Gruppe und jedes Thema anders. Probieren Sie einfach aus und lernen Sie, was am besten funktioniert. Vielleicht haben Sie Lust, Ihre Erfahrungen mit uns zu teilen?

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip

https://www.business-wissen.de/artikel/interaktiver-vortrag-wie-sie-das-publikum-einbeziehen/

WeAre schreibt zu Zusammenarbeit in VR
written by
Bernhard Schaefermeyer & David Frühauf
Bernhard war verantwortlich für die Recherche, die redaktionelle Arbeit und den Rohentwurf. David überführte den Text in die endgültige Fassung.

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